Deutsche Oper Berlin: Jahres-Pressekonferenz am 23. Juni 2021

Deutsche Oper Berlin © Foto: Leo Seidel Im März 2020, bei der letzten Pressekonferenz dieser Art, überwog noch die Hoffnung, den geplanten Spielplan trotz der Corona-Pandemie realisieren zu können. Nur Tage später kam das Aus für alle schönen Pläne. Um…

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Harnoncourts krönender Abschluss Teil 3: “Così fan tutte” – Reines Mozartglück

Mit einem Da Ponte-Zyklus wollte Nikolaus Harnoncourt 2014 noch einmal die Quintessenz seiner Mozart-Interpretationen dem Publikum im Theater an der Wien präsentieren. Mit „Così fan tutte“ liegt nun auch der dritte und letzte Teil dieses Zyklus auf DVD vor. Auch in diesem Fall ist eine fast einstündige Dokumentation über die Probenarbeit enthalten, die viel über die akribische Arbeit Harnoncourts mit seinen Interpreten verrät. Bei aller Strenge im Detail besticht die kollegiale Atmosphäre, die der Maestro in seinem eigenen Haus erzeugt. Es entsteht der Eindruck, hier würde mit Freunden musiziert. Harnoncourts Detailwissen ist nicht nur für die Sänger interessant, auch als Zuschauer erfährt man viel über die Hintergründe des jeweiligen Werkes.

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Ehrenrettung für einen Vielseitigen: Homage to Humperdinck

In dieses Jahr fällt der 100. Todestag des Komponisten Engelbert Humperdinck. Neben einer neuen Biographie würdigt nun auch die Deutsche Grammophon den Schöpfer der unverwüstlichen Märchenoper „Hänsel und Gretel“. Dass man Humperdinck aber beileibe nicht als „Ein-Werk-Komponisten“ bezeichnen kann und darf, ist Kennern seiner Musik nichts Neues, aber das vorliegende Doppelalbum wird hoffentlich auch einem breiteren Publikum zu einem vertieften Verständnis dieser originellen  Persönlichkeit verhelfen.

Obwohl von Richard Wagner stark beeinflusst, gelang es Humperdinck mit der Zeit immer deutlicher, sich von dem übermächtigen Vorbild zu lösen und einen eigenständigen Stil zu entwickeln. Ein besonders interessanter Beitrag für dieses Album ist Humperdincks Bearbeitung des Tristan-Vorspiels für ein Kammermusik-Ensemble, hier interpretiert vom Schumannn-Quartett und dem Pianisten Hinrich Alpers, der für die künstlerische Konzeption der gesamten Edition verantwortlich zeichnet.

Eingeleitet wird die Zusammenstellung von Auszügen aus den beiden Shakespeare-Suiten, die als Bühnenmusik für Aufführungen des „Sturm“ in Berlin entstanden. Auszüge aus der großartigen Solti-Einspielung von „Hänsel und Gretel“ mit Lucia Popp und Brigitte Fassbaender, sowie aus den „Königskindern“ mit Jonas Kaufmann lassen den Opernkomponisten Humperdinck zu Wort kommen. Kombiniert sind hier neuere mit schon historischen Aufnahmen.

Eine Auswahl von Humperdincks Liedern wurden neu für das Album  von Hinrich Alpers am Klavier mit der Sopranistin Christina Landshammer eingespielt, die Humperdinck auch als Meister in dieser Disziplin zeigen. Die Sängerin verfügt über ein ansprechendes lyrisches Timbre, nur leider lässt ihre Textbehandlung sehr zu wünschen übrig. Ohne den im Booklet abgedruckten Text würde man kaum ein Wort verstehen.

Eine Welt-Ersteinspielung ist das kurze Klavierstück „Erinnerung“, das dem Album den Namen gibt. Es entstand 1871 für das Poesiealbum von Humperdincks früh verstorbener Schwester Ernestine, der er im berührenden Adagio seines Streichquintetts in G-Dur von 1875 ein Denkmal setzt. Auch hier ist Hinrich Alpers am Klavier mit dem Schumann-Quartett zu erleben. Der Zyklus „Junge Lieder“ von 1898 und eine Auswahl weiterer Lieder leiten über zu dem späten Streichquartett in  C-Dur, das im Jahr vor Humperdincks Tod vollendet wurde.

Spätestens bei diesem temperamentvollen und inspirierten Stück beginnt man zu bedauern, dass dieses Album nicht mehr von Humperdincks Kammermusik enthält. Neugierig geworden ist man jedenfalls auf mehr, so hat diese Hommage ihren Zweck erfüllt.

Erinnerung. Homage to Humperdinck“

Deutsche Grammophon 483 9762

zuerst erschienen bei http://www.klassik-begeistert.de

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Puccini im wilden Westen: „La Fanciulla del West“ in Berlin
LA FANCIULLA DEL WEST

Puccini im wilden Westen: „La Fanciulla del West“ in Berlin

Diese Oper Puccinis, ein relativ spätes Werk, gehört zu den eher selten gespielten Bühnenwerken des Komponisten. Vielleicht liegt es an dem ungewöhnlichen Stoff, der weit von dem üblichen „Boy- meets- Girl“- Klischee entfernt ist, vielleicht auch an der Sprödigkeit der Hauptpartien. Wer etwa die „Bohème“ liebt, wird mit dieser Oper wenig anfangen können. Dabei ist die Minnie eine der interessantesten Frauenfiguren Puccinis, die in ihrer Gebrochenheit schon an die Turandot denken lässt.

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