“Walküre” in Berlin: Zoff in der Gepäckaufbewahrung

Die Freude über die erste große Opernpremiere in Berlin nach Ausbruch der Pandemie, und die Vorfreude auf einen neuen „Ring des Nibelungen“ an der Bismarckstraße ist spätestens nach fünf Minuten zu Ende. Dann ist bereits die Richtung klar, in die Stefan Herheim das Stück lenkt. Die Wände von Hundings Hütte bestehen aus unzähligen Reisekoffern, die Mitte des Raums nimmt ein Konzertflügel ein, und außer Sieglinde ist in dem Raum noch ein gnomenhaftes Wesen präsent, das über den gesamten ersten Akt aggressiv agiert und dessen tieferer Sinn verborgen bleibt, wenn man davon absieht, dass es sinnvolle Interaktionen  der Protagonisten stört.

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“Cosi fan tutte” in Salzburg: Von der Beredsamkeit weißer Wände und Türen
Salzburger Festspiele 2020/Wolfgang Amadeus Mozart/Cosi fan tutte/Premiere am 2.August 2020/Musikalische Leitung:Joana Mallwitz/Regie:Christof Loy/Bühne:Johannes Leiacker/Kostüme:Barbara Drosihn// Elsa Dreisig:Fiordiligi, Johannes Martin Kränzle:Don Alfonso, Marianne Crebassa:Dorabella

“Cosi fan tutte” in Salzburg: Von der Beredsamkeit weißer Wände und Türen

Deutlich über zwei Stunden agieren sechs Personen vor einer weißen Wand mit zwei ebenfalls weißen Türen. Den größten Teil der Zeit tragen sie unauffällige Alltagskleidung. Möbelstücke, Requisiten? Fehlanzeige.

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“Elektra” light: In Salzburg ist diesmal alles reduziert
SALZBURGER FESTSPIELE 2020 ELEKTRA Premiere: 01.08.2020 Musikalische Leitung:: Franz Welser-Möst Regie: Krzysztof Warlikowski Bühne und Kostüme: Matgorzata Szczesniak Beleuchtung: Felice Ross Video: Denis Guéguin Choreografie: Claude Bardouil Dramaturgie: Christian Longchamp Photo shows: Ausrine Stundyte, Asmik Grigorian

“Elektra” light: In Salzburg ist diesmal alles reduziert

Wenn Klytämnestra, vom eigenen Sohn Orest gemordet, ihr Leben verröchelt, erscheinen auf dem Bühnenhintergrund Blutspritzer, die alsbald von Fliegen bedeckt werden. Das ist optisch vielleicht der stimmigste Moment in Krzysztof Warlikowskis verrätselter Inszenierung von Hofmannsthals und Strauss‘ Version der Atriden-Tragödie.

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Komische Oper Berlin: Alles, außer „klein“ und „reduziert“

Barrie Kosky verbreitet Optimismus und Kreativität

„Hope for the best- expect the worst° hat sich der quirlige Intendant der Komischen Oper Berlin für diese durch Corona auf den Kopf gestellte Theaterwelt vorgenommen. An diesem sommerlichen Donnerstag präsentiert er auf der verwaisten Bühne seines Hauses die nötig gewordenen Änderungen im Spielplan für die Monate bis Dezember 2020.

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Anja Silja: „Zu Bayreuth sage ich gar nichts mehr“

Die weltberühmte Sopranistin Anja Silja feierte dieser Tage ihren 80. Geburtstag. Kaum zu glauben, erinnert man sich doch noch gut an die Bayreuther Sensation einer 20-jährigen Senta, an ein großes Rollenspektrum im hochdramatischen Fach, und schließlich an die großartige Gestalterin…

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