Live vom Festival Verdi in Parma: “I Due Foscari” auf DVD

Giuseppe Verdis insgesamt sechste Oper I due Foscari begegnet man an Opernhäusern nördlich der Alpen so gut wie nie, auch in Verdis italienischer Heimat wird dieses frühe Werk selten aufgeführt. Das mag nicht zuletzt daran liegen, dass das Werk mit knapp zwei Stunden Aufführungsdauer ein wenig kurz für einen Opernabend geraten ist. Zusätzlich zeigt es auch deutliche dramaturgische Schwächen, die für die frühen Opern Verdis leider nicht untypisch sind. Der ursprünglich auf Lord Byron zurückgehende Stoff erschöpft sich letztlich in fortgesetzten Klagen aller Beteiligter, was eine gewisse Monotonie zur Folge hat.

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Ein bemerkenswertes Debüt-Album : Alban Berg Ensemble Wien

Bereits 2016 schlossen sich die sieben Musiker – Mitglieder des Hugo-Wolf-Quartetts, der Wiener Philharmoniker und Wiener Symphoniker – zum Alban Berg Ensemble Wien zusammen, die Alban-Berg-Stiftung verlieh ihm den Namen, der nicht zuletzt auch durch den hohen Standard des inzwischen aufgelösten Alban-Berg-Quartetts, das seinen Namen noch von der Berg-Witwe Helene genehmigt bekam, positiv besetzt war.

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Ein Glücksfall: Korngolds vergessene Oper “Das Wunder der Heliane” auf DVD

Als diese Korngold-Oper im Frühjahr 2018 Premiere an der Deutschen Oper Berlin hatte, traf sie auf ein durchaus skeptisches Publikum. Zwar wusste der historisch vorgebildete Opernbesucher, dass das Werk bei seiner Uraufführung 1927 in Hamburg erfolgreich war, von großen Häusern wie Wien, Berlin und München sofort nachgespielt wurde. Allerdings stand das mystische, geheimnisvolle Libretto nach einem Drama des früh vollendeten Dichters Hans Kaltneker zum Zeitpunkt der Uraufführung dem Zeittrend der „Neuen Sachlichkeit“ deutlich entgegen, was zum baldigen Verschwinden der Oper von den Spielplänen führte. Der Bann von Korngolds sämtlichen Werken nach der Machtergreifung der Nazis tat ein Übriges, das Werk geriet in Vergessenheit.

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Rafael Fingerlos: Ein wenig heimatlos

Fremde Heimat
Rafael Fingerlos  Bariton
Sascha El Mouissi  Klavier

Der junge österreichische Bariton Rafael Fingerlos hat sich als Opern- und Konzertsänger bereits erfolgreich auch international betätigt, an der Wiener Staatsoper ist er Ensemblemitglied.

Bei Oehms Classics legt der Sänger bereits sein zweites Album vor. Einem aktuellen Trend folgend ist es ein Konzeptalbum, es gibt also eine thematische Klammer, welche die 21 Titel der CD verbindet. Gewählt hat Fingerlos den Begriff Heimat unter Einbeziehung des Widerparts Fremde. Ein anspruchsvoller Ansatz, ausgewählt wurden Kompositionen von elf Komponisten, darunter auch ein Lied von Alma Mahler, Schubert ist ebenso wie Brahms mehrfach vertreten, Schumann, Mendelssohn, Richard Strauss und Hugo Wolf fehlen ebenso wenig wie der Zeitgenosse Albin Fries. Sogar Charles Ives ist mit einem Lied vertreten.

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Eindrucksvolles Jugendwerk: Korngolds “Violanta” auf DVD

Der Komponist Erich Wolfgang Korngold, bereits als sogenanntes Wunderkind berühmt und erfolgreich, musste als Jude gegen Ende der 1930er Jahre aus Europa emigrieren und ließ sich in Hollywood nieder. Dass ihm dort eine bedeutende Karriere als Filmkomponist gelang, konnte ihn aber nicht völlig für den Verlust seiner Erfolge als Opernkomponist entschädigen. Seine insgesamt dritte Oper „Die tote Stadt“, 1920 uraufgeführt, war ein echter Welterfolg gewesen, aber wie alle seine Werke im von den Nazis dominierten Europa von den Spielplänen verbannt.

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