Eindrucksvolles Jugendwerk: Korngolds “Violanta” auf DVD

Der Komponist Erich Wolfgang Korngold, bereits als sogenanntes Wunderkind berühmt und erfolgreich, musste als Jude gegen Ende der 1930er Jahre aus Europa emigrieren und ließ sich in Hollywood nieder. Dass ihm dort eine bedeutende Karriere als Filmkomponist gelang, konnte ihn aber nicht völlig für den Verlust seiner Erfolge als Opernkomponist entschädigen. Seine insgesamt dritte Oper „Die tote Stadt“, 1920 uraufgeführt, war ein echter Welterfolg gewesen, aber wie alle seine Werke im von den Nazis dominierten Europa von den Spielplänen verbannt.

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Leonardo Vinci : Gismondo Re die Polonia

Man wünscht sich noch viele Entdeckungen dieser Art.

Der napolitanische Komponist Leonardo Vinci ( 1690-1730), zu seiner Lebenszeit einer der meistgespielten Opernkomponisten, war bis vor wenigen Jahren nur noch Musikwissenschaftlern ein Begriff. Mit dem Erstarken der Counter- und Alter- Musik-Szene erleben seine zahlreichen Opern seit einigen Jahren eine erfreuliche Renaissance. Spätestens seit der Wiederaufführung seiner letzten Oper „Artaserse“ 2012 in Nancy ist Vinci wieder ein Name in der Opernwelt, und man staunt, wie diese seelenvolle, einfallsreiche Musik so lange in Vergessenheit geraten konnte.

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Hermann Scherchens Beethoven – zeitlos modern

Neben einer kaum überschaubaren Zahl von Neuaufnahmen Beethoven’scher Werke werden im Jahr seines 250. Geburtstages aber erfreulicherweise auch bedeutende ältere Einspielungen neu aufgelegt.

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Eine interessante Veröffentlichung fernab des musikalischen Mainstreams: Igor Kuljerićs “Glagolitisches Requiem” mit Ivan Repušić

Der kroatische Dirigent Ivan Repušić ist seit der Saison 2017/18 Chefdirigent des Münchner Rundfunkorchesters. Es verwundert also nicht, dass er die sakrale Komposition seines 2006 verstorbenen Landsmannes Igor Kuljeric, der in seiner Zeit eine zentrale Figur des kroatischen Musiklebens war, mit „seinem“ Münchner Rundfunkorchester aufführen wollte.

Das 1996 uraufgeführte Werk feierte zu diesem Zeitpunkt auch die endlich nach langer Zeit und einem blutigen Krieg erlangte staatliche Unabhängigkeit Kroatiens. Kuljeric greift gleichermaßen auf traditionelle Strukturen der heimatlichen Sakralmusik zurück wie auch auf moderne Stilelemente. Orgel, Harfe, Glocken und Vibrafon tragen wesentlich zum polyphonen Klangbild bei. Ein gemischter Chor und vier Solisten bilden den mächtigen Apparat, der für die Realisierung des Requiems erforderlich ist.

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