Musikalisch ansprechende Geschichtsfälschung

Die Entstehungsgeschichte dieser Oper Spontinis ist stark von der Politik beeinflusst, hat selbst ja auch politischen Inhalt. Napoleon selbst soll das Werk beim Komponisten in Auftrag gegeben haben, um seine Invasion der Iberischen Halbinsel zu feiern. Cortez sollte für Napoleon stehen, die grausamen Riten der Azteken die Spanische Inquisition symbolisieren. Des Kaisers Erfolge in Spanien und Portugal waren allerdings nicht nachhaltig und so wurde auch die Oper vorerst nicht mehr gegeben. Trotz mehrerer späterer Umarbeitungen konnte sich das Werk nicht dauerhaft auf den Spielplänen halten.

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Giuseppe Verdi, Attila – eine sehr ausgewogene Produktion

Die frühen Opern Verdis weisen gegenüber seinen späteren Meisterwerken doch einige Defizite auf. Einen Mangel an melodischen Einfällen kann man zwar nicht erkennen, aber die Dramaturgie jener frühen Werke lässt die Stücke oft spröder geraten, als es nötig wäre.

So ist auch Verdis neunte Oper Attila von ihrem Ablauf eher unglücklich konstruiert. Die weibliche Hauptperson Odabella verschießt ihr Pulver, sprich ihre große Arie bereits in den ersten Minuten des relativ langen Prologs, dem dann drei kurze Akte folgen. In gut hundert Minuten ist das Drama um den Hunnenkönig Attila, das weit von der historischen Fakten abweicht, auch schon zu Ende.

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Sarah Traubel: Debütalbum mit reizvollen Entdeckungen

Der geschichtsbewusste Opernfreund denkt bei dem Namen sofort an die amerikanische Wagner-Heroine Helen Traubel. Nicht zu Unrecht, denn die hier auf ihrem Debüt-Album zu erlebende junge Sängerin ist eine Großnichte der amerikanischen Traubel, hat sich aber einem gänzlich verschiedenen Repertoire zugewandt.

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Barbara Hannigan erarbeitet eine Musteraufführung von Stravinskys „The Rake’s Progress“

Die kanadische Musikerin Barbara Hannigan gibt sich trotz anhaltend großer Erfolge nicht mit ihrer Karriere als Sängerin zufrieden, seit geraumer Zeit macht sie sich auch als Dirigentin einen Namen und, als ob das nicht schon ausreichen würde, betätigt sie sich auch noch als Mentorin von Nachwuchsprojekten.

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Pavol Bresliks Winterreise: Dokument eines Reifungsprozesses

Der lyrische Tenor Pavol Breslik, aus der Slowakei gebürtig, wo er seinen Namen noch Brslik schrieb, hat schon seit einigen Jahren einen festen Platz weit vorne im Ranking der Operntenöre, einer seltenen Spezies, zumal in dieser Qualität. Von Beginn seiner Karriere an widmete sich Breslik auch dem Liedgesang, anfangs mehr dem Liedgut seines heimatlichen Kulturkreises, inzwischen aber auch dem Deutschen Kunstlied, und nach anfänglichem Zögern auch dem Werk Franz Schuberts.

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