Deutsche Oper navigiert auf Sicht: Wenig Prickelndes für 2020/21

Überschattet von der Verunsicherung durch das Corona-Virus findet an diesem trüben Vormittag die Jahrespressekonferenz der Deutschen Oper statt. Den wenigen erschienenen Journalisten verkünden Intendant Dietmar Schwarz und GMD Donald Runnicles ihre Pläne für die nächste Spielzeit. Große Überraschungen gab es dabei nicht, Premieren und Repertoire-Besetzungen bleiben im erwartbaren Bereich.

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Andre Heller inszeniert am Rosenkavalier vorbei- eine eher spröde Premiere Unter den Linden

Vor Beginn der Aufführung wird auf den Zwischenvorhang der Theaterzettel einer Wiener Benefizvorstellung des Rosenkavaliers vom Februar 1917 projeziert. Diese fand damals zu Gunsten von Witwen und Waisen des ersten Weltkrieges statt. Andre Heller versucht in seiner ersten Opernregie, Geist und Stil dieser Aufführung zu rekonstruieren. Diese intellektuelle Spielerei ist doch ein wenig weit hergeholt und führt den noch deutlich unerfahrenen Regisseur auch prompt ins Abseits.

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USHER – eine beklemmende Kammeroper Unter den Linden
© Marcus Ebener

USHER – eine beklemmende Kammeroper Unter den Linden

In der Musikwelt ist allgemein bekannt, dass der Komponist Claude Debussy neben seiner Oper „Pelléas und Mélisande“ noch weitere Bühnenwerke geplant hatte. Am weitesten gediehen war das Projekt, die Erzählung „Der Untergang des Hauses Usher“ von Edgar Allan Poe zu vertonen. Was Debussy aber letztlich hinterließ, war ein Fragment von nicht viel mehr als 20 Minuten Musik sowie mehrere Textentwürfe.

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Jenufa auf High Heels: Das Dorf bleibt an der Deutschen Oper Berlin außen vor

Diese Inszenierung von Janaceks erfolgreichster Oper stammt bereits aus dem Jahr 2012. Kritik und Publikum reagierten damals positiv, die Produktion ist schon länger auch auf DVD erhältlich. Der Blick ins Programmheft zeigt aber, dass diese Wiederaufnahme erst die insgesamt 10. Aufführung dieser Inszenierung ist.

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„Salome“ Unter den Linden: Der Lächerlichkeit preisgegeben

Über Jahrzehnte hat der Regisseur Hans Neuenfels durch seine zum Teil extremen Theater-und Opernproduktionen polarisiert. Gemeinsam war diesen aber jeweils eine diskussionswürdige Sicht auf das inszenierte Werk. In der Inszenierung der Oper Salome für die Staatsoper Unter den Linden im Jahr 2018 verletzt er aber ein ungeschriebenes Gesetz des Regie-Handwerks: Er denunziert das Stück und gibt sowohl das Drama als auch seine handelnden Personen der Lächerlichkeit preis.

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