Tcherniakovs „Freischütz“ in München: Große Musik und Oper in einer Inszenierung, die man kein zweites Mal sehen will

Niemand konnte ernsthaft erwarten, dass der russische Star-Regisseur Dmitri Tcherniakov Webers „Freischütz“ auch nur annähernd konventionell inszenieren würde. Schon im Vorfeld der Premiere hatte der Regisseur verlauten lassen, die mit dem „Freischütz“, dieser deutschen Nationaloper verbundenen Traditionen würden für ihn keine Rolle spielen. Das könnte zu einem erfrischenden Ansatz führen, aber leider stellt sich heraus, dass der Regisseur mit diesem Werk grundsätzlich nichts anfangen kann. Heutzutage ja die beste Voraussetzung dafür, es trotzdem auf die Bühne zu bringen. Das Konzept, das Tcherniakov entwickelt, ist durchaus nicht ohne Reiz, trotzdem aber zum Scheitern verurteilt.

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„Jenufa“ Unter den Linden: Entkerntes Beziehungsdrama

Auch diese Premiere der Berliner Staatsoper konnte bedingt durch die Pandemie nur vor leerem Haus als Lifestream stattfinden. Dankbar greift man auf diese Möglichkeit zurück, besser als gar keine Oper ist das Bildschirmerlebnis allemal.

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Le Nozze di Figaro aus Wien: Ein Schritt zurück – in die Zukunft

Der neue Direktor der Wiener Staatsoper, Bogdan Roščić, hatte die Idee, zum Teil schon sehr alte, aber erfolgreiche Inszenierungen wieder zurück ins Repertoire zu holen, und dafür misslungene Inszenierungen des gleichen Werkes zu entsorgen.

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Silvester in Wien ohne “Fledermaus“? Undenkbar!

Man muss der Wiener Staatsoper dankbar sein: Durch den Livestream einer „Fledermaus“ am Nachmittag des 31. Dezembers wendet sie das Undenkbare ab, nämlich an diesem Tag ohne Johann Strauss‘ erfolgreichste und beste Operette auskommen zu müssen.

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„Lohengrin“ Unter den Linden: Trash von der Resterampe

Während der gefühlten Ewigkeit, die Daniel Barenboim bereits die Berliner Staatsoper Unter den Linden leitet, haben die Werke Richard Wagners seit Beginn Hochkonjunktur. Jede seiner gängigen zehn Opern wurde in der Ära Barenboim bereits mehrfach neu inszeniert. Paradoxerweise fällt regelmäßig jede dieser Neuproduktionen erheblich schlechter aus, als die vorangegangene. Mit einem derartigen künstlerischen Tiefpunkt wie dem neuen „Lohengrin“ in der Regie Calixto Bieitos hatte man aber nun doch nicht gerechnet.

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