„Salome“ Unter den Linden: Der Lächerlichkeit preisgegeben

Über Jahrzehnte hat der Regisseur Hans Neuenfels durch seine zum Teil extremen Theater-und Opernproduktionen polarisiert. Gemeinsam war diesen aber jeweils eine diskussionswürdige Sicht auf das inszenierte Werk. In der Inszenierung der Oper Salome für die Staatsoper Unter den Linden im Jahr 2018 verletzt er aber ein ungeschriebenes Gesetz des Regie-Handwerks: Er denunziert das Stück und gibt sowohl das Drama als auch seine handelnden Personen der Lächerlichkeit preis.

(mehr …)

Kommentare deaktiviert für „Salome“ Unter den Linden: Der Lächerlichkeit preisgegeben

Olga Neuwirths „Orlando“ an der Wiener Staatsoper: eine Novität der Superlative

Die ehrwürdige Wiener Staatsoper hat sich während der Direktion Dominique Meyers nicht unbedingt den Ruf einer besonders kreativen Bühne erworben. Aber nun, wenige Monate vor dem Ende seiner Amtszeit, bringt Meyer die von ihm an Olga Neuwirth in Auftrag gegebene Oper Orlando zur Uraufführung. Das erfordert einen Kraftakt, der wohl sämtliche technischen und künstlerischen Ressourcen des Hauses an seine Grenzen stoßen lässt.

(mehr …)

Kommentare deaktiviert für Olga Neuwirths „Orlando“ an der Wiener Staatsoper: eine Novität der Superlative

Christian Thielemann zelebriert ein Strauss-Fest in der Philharmonie Berlin

Dieses, als reines Richard-Strauss-Programm angekündigte Konzert erlebte schon einen ungewöhnlichen Auftakt: Christian Thielemann und das Orchester widmeten es dem großen Dirigenten Mariss Jansons, der vor wenigen Tagen starb. Die Idee, zu seinem Gedenken das ätherisch zarte Lohengrin-Vorspiel zu musizieren, bescherte dem Publikum einen geradezu spirituellen Akt der Verinnerlichung, diese Musik führt dorthin, wo Jansons bereits angekommen ist.

Das notorisch applausfreudige Publikum in der Philharmonie wurde von Thielemann mit einer schroffen Handbewegung zum Schweigen gebracht. Auch unter Konzertbesuchern finden sich genügend unsensible Menschen.

(mehr …)

Kommentare deaktiviert für Christian Thielemann zelebriert ein Strauss-Fest in der Philharmonie Berlin

Verdis Requiem als spirituelle Erfahrung: Teodor Currentzis entfesselt das Jüngste Gericht in der Philharmonie Berlin

Mit dem November endet traditionell die Zeit der Aufführungen der großen Totenmessen der Musikliteratur von Beethoven über Verdi zu Brahms. Dieser Abend in der Philharmonie setzte in diesem Jahr den Schlusspunkt und geriet gleichzeitig zum Höhepunkt.

Der exzentrische Griechen-Russe  Teodor Currentzis absolviert sein erstes Gastdirigat bei den Berliner Philharmonikern, mitgebracht hat er seinen musicAeterna-Chor aus dem russischen Perm sowie drei der vier Solisten.

(mehr …)

Kommentare deaktiviert für Verdis Requiem als spirituelle Erfahrung: Teodor Currentzis entfesselt das Jüngste Gericht in der Philharmonie Berlin

Hollywood lässt grüßen: “Samson et Dalila” Unter den Linden

Bei der Inszenierung eines biblischen Stoffes auf einen Filmregisseur zu verfallen, ist gar nicht so abwegig. Die großen Blockbuster der Vergangenheit wie Die 10 Gebote, Quo Vadis, Spartacus haben eine eigene Ästhetik geschaffen. Dem Argentinier Damian Szifron gelingt es nur bedingt, an diese Tradition anzuknüpfen. Ein Cecil B. de Mille ist er jedenfalls nicht.

(mehr …)

Kommentare deaktiviert für Hollywood lässt grüßen: “Samson et Dalila” Unter den Linden
Menü schließen