Castelluccis und Currentzis’ „Don Giovanni“ in Salzburg: Einer wie keiner

Gleich zu Beginn dieser lange erwarteten Premiere, noch ehe die Ouvertüre beginnt, wird von Bühnenarbeitern ein Kirchenraum von allen christlichen Symbolen leer geräumt, zurück bleibt ein neutraler weißer Raum. Damit ist klar, dass dieses Stück jenseits aller christlichen Moral und Ethik einzuordnen ist.

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Petrenkos “Tristan” mit Kaufmann und Harteros in München: Das Drama findet im Graben statt

Die letzte Aufführung der Tristan-Serie der Bayerischen Staatsoper wurde noch gestreamt, und war in München auch auf dem Marstallplatz Open Air zu erleben. Wie häufig in der zu Ende gehenden Ära des Münchner Intendanten Nikolaus Bachler zeichnete der Pole Warlikowski für die Regie verantwortlich. Der extrem schrullige Regisseur verzichtet in weiten Teilen auf eine Ausdeutung der Handlung, streckenweise entstand die Anmutung einer konzertanten Aufführung.

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So machen’s alle Punks: “Cosi fan tutte” aus London

Die dritte und letzte der Opern Mozarts auf Libretti von Lorenzo da Ponte ist eine besondere Delikatesse: „Così fan tutte“ wirkt oberflächlich gesehen wie eine etwas naive Komödie, bei genauerer Betrachtung ist es aber ein tiefgründiges, eigentlich trauriges Stück über die Wandelbarkeit der Liebe.

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Spätromantisches Feuer: Richard Strauss/ César Franck

Der junge französische Geiger Brieuc Vourch und sein Landsmann, der Pianist Guillaume Vincent, haben sich für ihr gemeinsames Debüt-Album zwei äußerst diffizile Stücke vorgenommen. Die Sonaten für Violine und Klavier von Richard Strauss und César Franck haben gemeinsam, noch den Geist der Spätromantik zu atmen, dem ihre Komponisten entstammen. Überaus deutlich ist in den Stücken aber auch schon das heraufziehende 20. Jahrhundert durchhörbar, das Franck allerdings nicht mehr erlebt hat, er starb bereits 1890.

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Jonas Kaufmann in einer von Temperament berstenden „Toten Stadt“

Korngolds Oper, ein ursprünglich ganz großer Erfolg, wurde nach dem Verbot durch die Nationalsozialisten wie alle anderen Werke des jüdischen Komponisten für lange Zeit beinahe vergessen. Erst ab den 1970 Jahren kehrte die „Tote Stadt“ allmählich wieder auf die Opernspielpläne zurück, inzwischen kann man durchaus von einer Korngold-Renaissance sprechen, die auch andere Werke wieder in den Fokus rückt.

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