Parsifal aus Wien: Hässliche Bilder, herausragende Stimmen

Nur vier Jahre nach der letzten Neuinszenierung leistet sich die Wiener Staatsoper einen neuen „Parsifal“. Mit Kirill Serebrennikow wählte man einen Regisseur, der aus politischen Gründen in Russland festgehalten wird und die Regiearbeit daher nur virtuell, via Skype und Smartphone leisten konnte. Über Sinn und Unsinn solcher Konstellationen lässt sich trefflich streiten, das Resultat jedenfalls ist nicht nur optisch suboptimal, um es freundlich auszudrücken.

(mehr …)

Kommentare deaktiviert für Parsifal aus Wien: Hässliche Bilder, herausragende Stimmen

„Le Nozze di Figaro“ Unter den Linden: Erschlagen von der Disco-Kugel

Eine Begleiterscheinung der aktuellen Theaterästhetik ist es, dass das Verfalldatum von Inszenierungen immer kürzer wird. Die häufig doch sehr speziellen Interpretationen von Repertoirestücken sind authentisch eigentlich nur von der Premierenbesetzung umzusetzen, die steht in einem Opernbetrieb aber nicht dauerhaft zur Verfügung.

Mit Mozart-Inszenierungen, speziell mit solchen der drei Da Ponte-Opern, hat man Unter den Linden kein Glück. Thomas Langhoff war 1999/2000 mit der Regie aller drei Werke betraut worden, nach einem völlig missglückten Don Giovanni löste man seinen Vertrag für Cosi fan tutte. Nun wurde erneut ein Regisseur für alle drei Opern verpflichtet, nach diesem neuen Figaro hält sich die Vorfreude auf die nächsten Inszenierungen aber in Grenzen.

(mehr …)

Kommentare deaktiviert für „Le Nozze di Figaro“ Unter den Linden: Erschlagen von der Disco-Kugel

Gounods „Faust“ in Paris: Bruchlandung in der Tristesse der Pariser Banlieue

Innerhalb weniger Wochen findet nun die bereits zweite Premiere der Pariser Oper ohne Publikum nur im Livestream statt. Bei Gounods „Faust“ handelt es sich beinahe um so etwas wie die französische Nationaloper, in Deutschland dem „Freischütz“ vergleichbar. Ausgerechnet Goethe war der Schöpfer des Stoffes, und bei dieser Neuproduktion liegt die Regie ebenfalls in deutschen Händen.

(mehr …)

Kommentare deaktiviert für Gounods „Faust“ in Paris: Bruchlandung in der Tristesse der Pariser Banlieue

Koskys “Rosenkavalier” in München: Kann Spuren von Barock enthalten

Die Münchner Rosenkavalier-Inszenierung von Otto Schenk in den wunderbaren Bühnenbildern von Jürgen Rose, die bereits 1972 ihre Premiere hatte, war eine Ikone des Repertoires. Aber nach nahezu 50 Jahren schien eine Neuinszenierung unvermeidlich. Angesichts einer inzwischen völlig veränderten Theaterästhetik befürchteten nicht Wenige, einen wenig ansprechenden Ersatz für die so geschätzte Produktion zu erhalten.

(mehr …)

Kommentare deaktiviert für Koskys “Rosenkavalier” in München: Kann Spuren von Barock enthalten

Zandonais „Francesca da Rimini“: Saftiger Verismo an der Deutschen Oper Berlin

Riccardo Zandonais 1914 uraufgeführte Oper „Francesca da Rimini“ erscheint nach ursprünglicher Popularität inzwischen immer seltener auf den Spielplänen der großen Opernhäuser. Das mag zum Teil daran liegen, dass für die Titelrolle zwingend eine Sopranistin zur Verfügung stehen muss, die abgesehen von den erheblichen stimmlichen Anforderungen auch schauspielerisches Talent und Charisma mitbringen muss.

(mehr …)

Kommentare deaktiviert für Zandonais „Francesca da Rimini“: Saftiger Verismo an der Deutschen Oper Berlin
Menü schließen