Ein altersweiser Riccardo Muti zelebriert Beethovens Neunte
Wenn ein bedeutender Dirigent wie Riccardo Muti sich im fortgeschrittenen Alter wieder einmal Beethovens monumentaler Neunter Symphonie widmet, darf man auf die aktuelle Interpretation doppelt gespannt sein. Das große Salzburger Festspielhaus, atmosphärisch eher nüchtern aber mit guter Akustik ausgestattet, bietet den Rahmen für Mutis altersweise Auseinandersetzung mit Beethoven.
Sein Ansatz wird schnell deutlich: Hier wird in großen Dimensionen gedacht und gestaltet. Wie er im ersten Satz auf die Schilderung der Apokalypse zusteuert und diese dann in monumentaler Größe durchführt, hinterlässt tiefen Eindruck.
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