Giuseppe Verdi, Attila – eine sehr ausgewogene Produktion
Die frühen Opern Verdis weisen gegenüber seinen späteren Meisterwerken doch einige Defizite auf. Einen Mangel an melodischen Einfällen kann man zwar nicht erkennen, aber die Dramaturgie jener frühen Werke lässt die Stücke oft spröder geraten, als es nötig wäre.
So ist auch Verdis neunte Oper Attila von ihrem Ablauf eher unglücklich konstruiert. Die weibliche Hauptperson Odabella verschießt ihr Pulver, sprich ihre große Arie bereits in den ersten Minuten des relativ langen Prologs, dem dann drei kurze Akte folgen. In gut hundert Minuten ist das Drama um den Hunnenkönig Attila, das weit von der historischen Fakten abweicht, auch schon zu Ende.
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