Elsa Dreisig versucht sich in einem vielschichtigen Repertoire

Elsa Dreisig versucht sich in einem vielschichtigen Repertoire

Die Sopranistin Elsa Dreisig begann ihre Karriere mit Partien des lyrischen Sopranfaches, inzwischen ist ihre Stimme gereift, und sie hat auch dramatische Rollen in ihr Repertoire aufgenommen.

Für ihre neue CD-Produktion „Invocation“ hat sie sich ein sehr anspruchsvolles, vielschichtiges Programm gewählt, das verschiedenste Formen der Anrufungen als thematische Klammer benutzt. Vom Flehen um Verständnis an den Vater, bis zum innigen Gebet an christliche und heidnische Gottheiten findet sich ein breites Spektrum an Kompositionen und Stilen, in denen die Sängerin ihre Vielseitigkeit beweisen kann.

Neben sehr populären Titeln wie dem Gebet der Tosca und Laurettas Arie von Puccini, Normas „Casta Diva“ bis zu „Letzte Rose“ aus Flotows „Martha“, über das Gebet der Elisabeth aus „Tannhäuser“, finden sich auch selten oder noch nie gehörte Titel auf der CD. Drei Lieder von Amy Beach, Arien aus der Oper „Anna di Resburgo“ der Komponistin Carolina Uccelli, vom dänischen Komponisten Peter Heise ein Ausschnitt aus „Drot og Marsk“. Das bedeutet eine große Bandbreite von vokalen Herausforderungen, denen sich Elsa Dreisig ambitioniert auch stellt.

Dreisigs Sopran ist über die Jahre an Volumen gewachsen, charakteristisch ist nach wie vor ihre strahlende, sichere Höhe, die, wo verlangt, zu krönenden Spitzentönen aufblüht. Wie weit die Sängerin alle hier „ausprobierten“ Rollen auch auf der Bühne gestalten will, wird die Zukunft zeigen, aber sie legt mit diesem Programm einen Beweis für ihre Vielseitigkeit und stilistische Versiertheit vor.

Dankbar kann man dieses Album als Bereicherung durch selten Gehörtes begrüßen, Elsa Dreisigs weitere Entwicklung wird man aufmerksam begleiten.

Elsa Dreisig
Invocation

Orchestra & Coro dell’Opera Carlo Felice Genova
Massimo Zanetti

Erato 5026854093710

zuerst erschienen bei http://www.klassik-begeistert.de

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